



Auch die Frage, was Meditation ist, ist leider nicht leicht zu beantworten. Wenn Sie die Texte auf meiner Homepage lesen, werden Sie des Öfteren auf diese Aussage stoßen. Das liegt daran, dass man Dinge, die in unserem Geist geschehen, weder messen oder in irgendeiner anderen Art beweisen kann. Auch unsere Sprache ist nur in der Lage, anhand von Analogien höchstens die Oberfläche von dem anzukratzen was in uns passiert, was wir fühlen.
Versuchen Sie doch einmal Liebe zutreffend zu beschreiben! Sehen Sie wie schwer, ja völlig unmöglich es ist, und wie unzureichend Aussagen wie „Schmetterlinge im Bauch“ oder „ich würde alles für Dich tun“ wirken, gegen das Gefühl wahrer und tiefster Liebe? Und trotzdem sind solche Aussagen natürlich richtig und wichtig, wir können es in Worte gefasst eben nicht anders ausdrücken.
Es gibt sehr viele verschiedene Formen von Meditation und meditativen Zuständen.
Ich rede hier von der passiven Meditationsform, in der man durch Loslassen aller Gedanken und Leeren des Geistes, eben diesen meditativen Zustand erreichen kann.
Hat man ihn erreicht, ist man losgelöst von Zeit und Raum, von allen Ängsten und Sorgen und auch allen körperlichen Empfindungen. Man „ist“ „nur“ noch. Weil das Wort „nur“ aber reduzierend wirkt, setze ich es in Anführungszeichen, denn in Wahrheit ist genau das Gegenteil der Fall – man ist viel mehr in so einem Moment, da man nicht mehr auf seinen Körper und dessen 5 Sinne beschränkt ist.
Wer solch einen Zustand einmal erlebt hat, wird wohl anders über die Existenz der
Seele und deren Unsterblichkeit denken, sofern er davor noch skeptisch war. Denn
dort in diesem Zustand sowie danach, begreift man seine wahre Existenz und den Ballast,
den unsere Gedanken in Wirklichkeit darstellen (Gedanken im Sinne von Sorgen und
Ängsten, die immer auf die Zukunft, gerichtet sind, eine Zukunft die sehr oft aber
gar nicht eintrifft, mit der wir aber unsere Gegenwart -
Da es keine Analogien gibt, die diesen Zustand treffend beschreiben können, belasse ich es dabei mit der Anregung, es selbst zu erlernen um es später erleben zu können, sofern dies Ihr Wunsch ist.
Wie mit allem, so erfordert auch das Meditieren ein wenig Übung, bevor man in die zuvor beschriebenen Zustände eintreten kann. Dennoch ist bereits eine sozusagen kurze und „leichte“ oder „flache“ Meditation pure Erholung für Geist, Seele und somit auch den Körper. Und schon nach wenigen Wochen ist eine oft stundenlange (sofern man mag und Zeit hat) und tiefe Meditation möglich.
